Nachhaltigkeit in der Modebranche - Warum es wichtig ist und was wir tun können

Nachhaltigkeit in der Modebranche - Warum es wichtig ist und was wir tun können

80,000 Liter Wasser 

werden für die Herstellung einer einzigen Jeans benötigt.

 

Das Thema Nachhaltigkeit in der Modebranche wird immer wichtiger in unserer Zeit. Immer mehr Verbraucher*innen achten auf umweltfreundliche und ethische Produkte. In diesem Blogeintrag möchten wir euch zeigen, was wir tun können, um nachhaltige Entscheidungen in unserem Kaufverhalten zu treffen.

 

Warum Nachhaltigkeit in der Modebranche wichtig ist

Die Modebranche ist einer der größten Umweltverschmutzer der Welt. Direkt hinter der Erdölindustrie, belegt die Modeindustrie den zweiten Platz. Jährlich werden Millionen von Tonnen Kleidung produziert, wobei der Großteil aus synthetischen Materialien besteht, die nicht biologisch abbaubar sind. Darüber hinaus werden bei der Herstellung von Kleidung große Mengen an Wasser, Energie und Chemikalien verbraucht, die unsere Umwelt belasten. Ein weiteres Problem ist die Ausbeutung von Arbeitskräften in der Modeindustrie. Viele der Arbeiter*innen, die Kleidung herstellen, arbeiten unter unmenschlichen Bedingungen und erhalten nur einen geringen Lohn, der nicht zum Leben reicht. Dies ist nicht nur unethisch, sondern auch eine Verletzung der Menschenrechte.

 

Was wir tun können, um nachhaltige Entscheidungen beim Kauf zu treffen

1. Kaufe natürliche und biologisch abbaubare Materialien

Wenn du Kleidung kaufst, schaue darauf, dass sie aus natürlichen und biologisch abbaubaren Materialien wie Baumwolle, Leinen, Tencel (Lyocell) oder Hanf hergestellt wird. Diese Materialien haben eine viel geringere Umweltbelastung als synthetische Materialien wie Polyester oder Nylon.

2. Achte auf Nachhaltigkeistsiegel

Gütesiegel belegen, dass die Kleidungsstücke strenge Umwelt- und Sozialkriterien erfüllen. Dafür gibt eine ganze Reihe an Siegeln, mit je unterschiedlichen Anforderungen. Die strengsten und umfangreichsten Gütesiegel sind z.B. GOTS (Global Organic Textile Standard), Fairtrade, OEKO-TEX Standard 100, EU Ecolabel, Fair Wear Foundation sowie Peta Approved Vegan.

3. Unterstütze nachhaltige Modemarken

Es gibt immer mehr Marken, die sich auf nachhaltige und ethische Mode spezialisiert haben – wie wir. Diese Marken setzen sich dafür ein, die Umweltbelastung zu reduzieren und fair zu produzieren. Außerdem wird die Kleidung hochwertiger verarbeitet und ist dadurch langlebiger.

4. Pflege deine Kleidung

Wenn du mit deiner Kleidung pfleglich umgehst, kannst du ihre Lebensdauer verlängern und dadurch den Bedarf an neuen Kleidungsstücken reduzieren. Wasche deine Kleidung bei niedriger Temperatur und hänge Sie sie zum Trocknen auf. Achte auf die Pflegehinweise auf dem Etikett, damit du lange Freude an deinen Kleidungsstücken hast.

5. Kaufe nur, was du auch trägst

Am Besten hältst du Ausschau nach Kleidung, die du auch mit deinen restlichen Kleidungsstücken gut kombinieren kannst und die zu deinem Stil passen. So hast du weniger Kleidung in deinem Kleiderschrank, die nicht getragen wird.

6. Halte Ausschau nach Second-Hand Kleidung

Eine weitere Möglichkeit, nachhaltiger zu konsumieren, besteht darin, Kleidung aus zweiter Hand zu kaufen. Dadurch wird nicht nur die Umweltbelastung reduziert, sondern es werden auch Ressourcen gespart, die bei der Herstellung neuer Kleidung benötigt werden.

 

Die Nachfrage nach fair produzierter Mode steigt kontinuierlich an

Das belegt die aktuelle Studie “Faire Kleidung liegt zunehmend im Trend“. Verbraucher*innen möchten zunehmend wissen, woher ihre Kleidung stammt und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurde. Sie legen Wert auf Transparenz, faire Löhne und Arbeitsbedingungen sowie umweltfreundliche Produktionsprozesse. Jeder einzelne Kauf von fair produzierter Kleidung trägt dazu bei, die Standards in der Modebranche anzuheben und eine bessere Zukunft für Mensch und Umwelt zu schaffen. Im Jahr 2019 stieg der Absatz von Textilien mit dem Fairtrade-Siegel in Deutschland auf 22,2 %, verglichen mit 14 % im Jahr 2018 und 12,2 % im Jahr 2017. Dies zeigt einen bemerkenswerten Anstieg des Bewusstseins und der Nachfrage nach fair gehandelten Textilien in der deutschen Marktlandschaft über diesen Zeitraum hinweg.

 

Jede*r kann etwas beitragen

Nachhaltigkeit in der Modebranche ist ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft. Durch den Kauf von natürlichen und biologisch abbaubaren Materialien, die Unterstützung nachhaltiger Marken und die Pflege unserer Kleidung können wir alle dazu beitragen, die Umweltbelastung zu reduzieren und die Ausbeutung von Arbeitskräften in der Modeindustrie zu bekämpfen. Denn jedes Kleidungsstück wird per mühevoll Hand hergestellt – angefangen auf dem Baumwollfeld.

Indem wir uns für faire Mode entscheiden, setzen wir ein Zeichen für eine bessere und gerechtere Zukunft. Wir können dazu beitragen, dass sich diese positive Entwicklung weiter fortsetzt und wir einen Wandel in der Bekleidungsindustrie bewirken.

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